Grundlage für sicheren urbanen Drohnenbetrieb - Drones
Integration von Counter-UAS-Konzepten in zivile U-Space-Architekturen
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    Der untere Luftraum wird zunehmend für kommerzielle UAS-Operationen sowie für Rettungs- und Aufklärungseinsätze der Polizei und der Feuerwehr genutzt. Gleichzeitig haben Drohnensichtungen rund um Flughäfen und Militäranlagen gezeigt, dass ausgerechnet hier noch Sicherheitslücken bestehen. Wer den urbanen Flugbetrieb gestalten möchte – beispielsweise in Form von U-Space-Gebieten – muss daher zwingend von Anfang an geeignete Schutzmaßnahmen umsetzen.

    Warnsignal, hybride Bedrohung, Weckruf. Wenn in der Nähe von Flughäfen oder anderen Anlagen der kritischen Infrastruktur illegal betriebene Drohnen gesichtet werden, ist die Aufregung groß, und die Diskussion darüber, wie sich die Detektion und Abwehr unkooperativer UAS gestalten lassen, beginnt von vorne. In den vergangenen Monaten konnte dies wiederholt beobachtet werden. Mit dem gescheiterten Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle hat das Ganze noch einmal an Brisanz gewonnen.

    Freund-Feind-Problematik

    Und auch wenn schlüssige Antworten und konkrete Maßnahmen bislang weitgehend ausgeblieben sind, haben all die unterschiedlichen Vorfälle überall in Europa doch eines unmissverständlich offengelegt: Der bodennahe Luftraum, den wir derzeit für Logistikflüge und Inspektionseinsätze erschließen wollen, ist exakt jene Einflugschneise, die feindseligen oder leichtsinnigen Eindringlingen am schutzlosesten ausgesetzt ist. Vor dem Hintergrund der vielfältigen Bemühungen, das europäische U-Space-Konzept zu nutzen, ist das ein alarmierender Befund. Counter-UAS darf keine Sicherheitsmaßnahme sein, die man dem U-Space erst nachträglich überstülpt – es muss von Grund auf in das Fundament der Architektur eingebettet werden.

    Ohne ein Echtzeit-Lagebild ist der untere Luftraum für Regelungs- und Sicherheitsbehörden nicht zu überwachen und zunehmender Flugverkehr zu organisieren

    Die fundamentale Herausforderung liegt dabei nicht in der Detektion selbst, sondern in der präzisen Identifikation. Beziehungsweise in der „Freund-Feind-Unterscheidung“. Legal genutzte Drohnen erzeugen grundsätzlich dieselben Signaturen wie illegal eingesetzte UAS. Erst recht im dicht bebauten Häusermeer und im elektromagnetischen Grundrauschen einer Innenstadt. Ganz zu schweigen davon, dass aus der Distanz schwerlich zwischen irrtümlichen und vorsätzlichen Regelverstößen unterschieden werden kann.

    Mit dem im Februar 2026 veröffentlichten „Action Plan on Drone and Counter-Drone Security“ der Europäischen Kommission wird die EASA mit der Erarbeitung von Zertifizierungskriterien für Abwehrsysteme beauftragt. Zudem dringt die EU-Kommission darauf, die Detektionsdaten zusammen mit den Erkenntnissen des europäischen Grenzüberwachungssystems EUROSUR in ein gemeinsames europäisches Lagebild einzuspeisen. Bezeichnenderweise räumt die Analyse der Kommission selbst ein, dass es in den meisten Mitgliedstaaten noch an einer standardisierten, zertifizierten Schnittstelle fehlt, um U-Space- oder Remote-ID-Daten direkt in die nationalen Flugsicherungs- und Polizeisysteme einzuspielen. Die Folge: Ein Sensor schlägt zwar Alarm, doch die Warnung läuft ins Leere, weil eine verlässliche Zieladresse fehlt.

    Sensorfusion

    Genau deshalb wandeln sich Remote-ID und Informationsdie…


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