

Zugegeben, es ist noch ein wenig Zukunftsmusik. Denn außerhalb von Lichtshows sind Drohnenschwärme bislang kein echtes Thema am Himmel. Doch das wird sich künftig aller Voraussicht nach ändern. Und damit gehen sowohl regulatorische als auch organisatorische Fragen einher. Zum Beispiel, wie mit dem sogenannte „Swarm Space“ umzugehen ist. Also dem Koordinatenraum, innerhalb dessen sich der Schwarm als technisch und betrieblich integriertes Gesamtsystem bewegt.
Bislang sehen die einschlägigen europäischen Richtlinien keine spezifischen Regelungen für den Betrieb von Drohnenschwärmen vor. Im Grunde obliegen die Regelungen daher den individuellen Entscheidungen der für die Erteilung von Betriebsgenehmigungen zuständigen Behörden. Akzeptieren diese das Betriebskonzept und die Risikobewertung (SORA), wird eine
Genehmigung gemäß den Vorgaben der „Specific Category“ erteilt. Für Betreiberinnen und Betreiber ergeben sich aus diesem Vorgehen komplexe Herausforderungen, die sowohl die regulatorische Compliance als auch die umfassende Gewährleistung der allgemeinen Betriebssicherheit betreffen.
Präzise Betriebsdefinition
Ein zentrales Element der operativen Realität ist die präzise Definition der Betriebsgeografie. Antragstellerinnen und Antragsteller sind in den Genehmigungsverfahren verpflichtet, für jeden identifizierten Bereich eine lückenlose Begründung auf Grundlage einer SORA vorzulegen. Dies betrifft explizit die Abgrenzung von Beschränkungsgebieten (restricted areas), Pufferzonen sowie dedizierten Notfallbereichen (contingency areas). Das geforderte Betriebsvolumen muss somit in jeder Phase planerisch und argumentativ abgesichert werden.
Im Fokus der nationalen Luftfahrtbeh…
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