Tausende Unmanned Ground Vehicle – pro Jahr


Innovationskraft und Einsatzerfahrung auf der einen Seite, Produktionskapazitäten sowie eine frei von direkten Kriegseinflüssen funktionierende Infrastruktur auf der anderen Seite. Die „Build with Ukraine“-Initiative wird zunehmend zur Erfolgsgeschichte. Allein seit der Münchener Sicherheitskonferenz 2026 wurden mehrere Joint Ventures vereinbart. Bei der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig kündigten ARX Robotics und Roboneers nun die Gründung von ARX Industries an.
In den vergangenen Monaten setzt die Ukraine verstärkt darauf, die Nachschubwege der russischen Truppen an der Front durch gezielte Angriffe zu zerstören. Das Kalkül: Wo keine Munition, kein Treibstoff und keine Nahrungsmittel ankommen, kann nicht gekämpft werden. Eine Taktik, die scheinbar Wirkung zeigt. Gleichzeitig setzen die ukrainischen Streitkräfte ihrerseits intensiv darauf, Versorgungsmissionen und Verwundetentransporte zunehmend mithilfe von unbemannten Bodenfahrzeugen durchzuführen. Das stärkt die Moral der Soldatinnen und Soldaten an der Frontlinie und hilft, das eigene Land vor dem Aggressor aus dem östlichen Nachbarland zu verteidigen. Mehr noch. Auch Offensivaktionen und Aufklärungsfahrten können mit UGVs durchgeführt werden, ohne das Leben der eigenen Kameradinnen und Kameraden zusätzlich gefährden zu müssen.

Das UGV Rys Pro ist ein modulares System, das auf unterschiedliche Missionsprofile angepasst werden kann
Genau wie im Bereich der fliegenden Drohnen wächst daher der Bedarf an Unmanned Ground Vehicles quasi täglich. Um die ukrainischen Streitkräfte mit dem Benötigten zu versorgen, haben das ukrainische Unternehmen Roboneers sowie der deutsche UGV-Produzent ARX Robotics am Rande der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz, die in diesem Jahr in Danzig stattfand, die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens vereinbart. ARX Industries soll – mit Unterstützung der Regierungen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland – bereits im ersten Jahr nach der Gründung mehrere tausend Exemplare des Rys Pro-Systems produzieren. Danach soll an Standorten in der Bundesrepublik und in der Ukraine die Fertigungskapazität auf eine fünfstellige Anzahl unbemannter Bodenfahrzeuge pro Jahr erhöht werden.
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