NATO-Initiative „Science for Peace and Security“ testet Drohnen - Drones
Niederlande: Innovative UAS- und UGV-Technologien im „Unmanned Valley“ demonstriert

NATO-Initiative „Science for Peace and Security“ testet Drohnen

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    Im Rahmen der NATO-Initiative „Science for Peace and Security“ (SPS) trafen sich Mitte Juli internationale Forschungsteams, Fachleute aus dem Verteidigungsbündnis sowie Vertreterinnen und Vertreter einiger Mitgliedstaaten auf dem UxS-Testgelände „Unmanned Valley” in den Niederlanden. Highlight des Events waren Live-Demonstrationen neuartiger Anwendungsszenarien für unbemannte Luft- und Bodensysteme. Zudem fand an den beiden Tagen zuvor der letzte Teilwettbewerb der SAPIENCE-Challenge statt.

    Wie können unbemannte, (teil-)autonome Systeme für sicherheitsrelevante Einsätze eingesetzt werden? Mögliche Antworten auf diese wichtige Frage wurden in verschiedenen Praxisvorführungen gegeben. Zum Beispiel wurden Ergebnisse des Projekts MINESEYE vorgestellt, in dem nach neuen und besonders zuverlässigen Wegen gesucht wird, wie Drohnen bei der Identifizierung und Klassifizierung von Blindgängern sowie von Munitionsaltlasten helfen können. Insbesondere angesichts des Krieges in der Ukraine, aber auch vor dem Hintergrund früherer militärischer Konflikte, handelt es sich dabei um eine extrem wichtige Fähigkeit, die das Potenzial hat, viele Menschenleben zu retten.

    Navigation ohne GNSS-Anbindung

    Die Vorführungen bildeten den Auftakt zu einem zweitägigen Workshop, in dem intensiv über autonome Entscheidungsprozesse, moderne Sensorik zur Umgebungserfassung sowie eine zuverlässige Navigation unter Bedingungen der elektronischen Kriegsführung und ohne aktive GNSS-Verbindung diskutiert wurde. Zudem wurden systemische Schwachstellen und Zukunftsaufgaben identifiziert und analysiert, um gezielt Synergien zwischen den einzelnen SPS-Forschungsprojekten zu nutzen.

    Bei der SAPIENCE-Challenge traten studentische Teams aus Europa und den USA gegeneinander an

    Bereits zuvor hatte im „Unmanned Valley“ der dritte und letzte Teilwettbewerb der SAPIENCE-Challenge stattgefunden. Im mit Mitteln aus dem „Science for Peace and Security“-Programm der NATO geförderten Projekt traten studentische Teams von der City St George’s, University of London (England), der University of Alabama (USA), der Delft University of Technology (Niederlande) und der Universität Klagenfurt (Österreich) gegeneinander an. Das übergeordnete Ziel der „Sense & Avoid – a cooPeratIvE droNe CompEtition“ war es, Konzepte und Technologien zu entwickeln, damit nach Naturkatastrophen und Unglücksfällen ein Verbund autonom agierender Drohnen für Rettungs- und Hilfsmaßnahmen eingesetzt werden kann. Und das völlig unabhängig von globalen Satellitennavigationssystemen. In verschiedenen Einsatzszenarien agierten die Fluggeräte vollautonom: Sie kommunizierten untereinander, verteilten Aufgaben selbstständig im Schwarm und mieden Hindernisse sowie Kollisionen ohne menschliche Eingriffe. Darüber hinaus evaluierten die Systeme anhand von Sensordaten eigenständig die vorbereiteten Situationsprofile, um Überlebende zu lokalisieren und Hilfsgüter je nach Dringlichkeit bedarfsgerecht zuzuteilen.

    Der Gesamtsieg ging nach London

    Während beim Auftakt in London Indoor-Szenarien im Mittelpunkt des Wettbewerbs standen und sich das Geschehen bei der zweiten Station in Huntsville, Alabama, nach draußen verlagerte, ging es beim Abschluss in den Niederlanden darum, einen möglichst nahtlosen Übergang zwischen Indoor- und Outdoor-Suche zu realisieren. Als Gesamtsieger ging letztlich das Team der City St George’s, University of London aus den drei Teilwettbewerben hervor.


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