EU unterstützt die Ukraine bei der Drohnenbeschaffung


Nachdem der frühere ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán monatelang die Auszahlung eines 90-Milliarden-Euro-Hilfskredits der EU für die Ukraine blockiert hatte, war der Weg dafür nach dem Regierungswechsel in Budapest Mitte April frei. Insgesamt 6 Milliarden Euro sollen dabei für die Drohnenbeschaffung vorgestreckt werden. Eine erste Zahlung in Höhe von 3,9 Milliarden wurde nun von der Europäischen Union freigegeben, wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bestätigte.
Nicht zuletzt dank der ebenso intensiven wie innovativen Nutzung unbemannter Systeme ist es der Ukraine gelungen, den brutalen Angriffen Russlands seit mehr als vier Jahren zu trotzen. Damit das so bleibt, müssen die Streitkräfte des angegriffenen Landes bestmöglich mit neuen Drohnen versorgt werden. Dementsprechend umfangreich sind die Bemühungen, die ukrainische Industrie zu stärken und zusammen mit europäischen Partnern Produktionskapazitäten zu schaffen. Die „Build with Ukraine“-Initiative ist ein gutes Beispiel dafür, mit welch hoher Priorität das Thema in Kiew behandelt wird. Und auch in Brüssel hat man verstanden, dass unbemannte Systeme der vielleicht entscheidende Schlüssel sind, damit die Ukraine als eigenständiger Staat überleben kann.
Ausbau der ukrainischen Militärindustrie
„Der Einfallsreichtum der Ukraine steht im Mittelpunkt ihres Erfolgs, der groß angelegten Invasion Russlands zu widerstehen. Einfallsreichtum, den wir unterstützen wollen“, erklärte Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, am 30. Juni 2026. „Heute geben wir eine erste Tranche von 3,9 Milliarden Euro für fortschrittliche Drohnentechnologie frei, um die Verteidigung der Ukraine zu stärken. Und weitere werden folgen. Diese Investitionen werden der Ukraine helfen, ihre Bürger zu schützen, ihre Souveränität zu verteidigen und die Sicherheit Europas zu stärken. Europa steht fest zur Ukraine, solange es braucht, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen.“
Neben Finanzhilfen zur Aufrechterhaltung des staatlichen Gemeinwesens sind zwei Drittel des Unterstützungsdarlehens dafür vorgesehen, die Beschaffung von Rüstungsgütern zu ermöglichen sowie den Ausbau der ukrainischen Militärindustrie zu fördern. Die nun bereitgestellten 3,9 Milliarden Euro sind eine erste Zahlung im Rahmen der ersten Tranche von rund 6 Milliarden Euro für die Beschaffung von Drohnen, wobei die Gelder bei Bedarf auch für den Ankauf von Munition, Marschflugkörpern oder Flugabwehrsystemen eingesetzt werden dürfen.
Foto: EU-Kommission / Audiovisueller Dienst
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