Quantum Systems gründet zwei weitere Joint Ventures mit ukrainischen Partnern

Lösungen skalieren

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    Nachdem die Vereinigten Staaten ihre Hilfen für die Ukraine auf Betreiben der Trump-Administration sukzessive reduziert haben, ist Deutschland mittlerweile der größte Unterstützer des von Russland angegriffenen Landes. Künftig will man daher noch enger zusammenrücken. Auch im Bereich unbemannter Systeme. Am Rande der heutigen deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen kündigte Quantum Systems zwei weitere Joint Ventures mit ukrainischen Partnern an.

    Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass die Auslieferung einer Charge von Drohnen des Typs Linza an die ukrainischen Streitkräfte bekanntgegeben wurde. Konkret ging es um die ersten von Quantum Frontline Industries in Deutschland produzierten UAS. Dabei handelt es sich um ein Joint Venture zwischen der bayerischen Firma Quantum Systems und Frontline Industries. Die von dem Unternehmen aus der Ukraine entwickelten und im Einsatz erprobten Linza-Systeme werden im Rahmen der Initiative „Build with Ukraine“ hergestellt. Mit der von Präsident Volodymyr Selenskyj im vergangenen Jahr vorgestellten Initiative sollen europäische Fertigungskapazitäten genutzt werden, um eine konstante und skalierbare Produktion von unbemannten Systemen für die ukrainischen Streitkräfte sicherzustellen.

    Kampferprobte Systeme

    Nach der Vorstellung des unbemannten Bodenfahrzeugs Mandrill und der Partnerschaft zur Verknüpfung des MOSAIC Ground Autonomy Kits mit den Nutzfahrzeugplattformen von Daimler Trucks intensiviert Quantum Systems nun gemeinsam mit Tencore die Bemühungen, ein domänenübergreifendes Portfolio aufzubauen. Das haben die Unternehmen im Zuge der heutigen deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin bekannt gegeben. Unter dem Dach des Joint Ventures Quantum Tencore Industries (QTI) soll gemeinsam die Skalierung der Produktion kampferprobter unbemannter Bodensysteme vorangetrieben werden. „Diese Partnerschaft geht über Technologie hinaus – es geht um die Bündelung von Stärken“, betont Roman Tkachenko, Mitgründer und CBDO von Tencore. „Kein Unternehmen und kein Land kann die Zukunft unbemannter Systeme allein gestalten. Nur durch echte Partnerschaft haben wir eine reale Chance auf Erfolg. Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, die unsere Länder stärken und vor allem die ukrainischen Streitkräfte am Boden schützen und unterstützen.“

    Bereits Ende März hatte sich Quantum Systems am ukrainischen Unternehmen WIY Drones beteiligt und im Anschluss einen Auftrag über die Lieferung von 15.000 Abfangdrohnen des von WIY entwickelten Modells Strila an die Nationalgarde der Ukraine erhalten. „Ukrainische Ingenieure haben einige der weltweit wirksamsten Technologien zur Drohnenabwehr entwickelt. Quantum Systems skaliert diese Lösungen industriell und trägt dazu bei, den ukrainischen Luftraum zu sichern“, gab Sven Kruck, Co-CEO von Quantum Systems, nach Bekanntgabe der Beteiligung an WIY Drones zu Protokoll.    

    Mit dem nun angekündigten Joint Venture Quantum WIY Industries (QWI) intensivieren die Partner ihre Zusammenarbeit und möchten die Produktion der Abfangdrohne Strila (ukrainisch für „Pfeil“) ausweiten, die speziell für die Bekämpfung besonders schneller Luftziele entwickelt wurde. Zunächst wird die Produktion in der und für die Ukraine hochgefahren, um den akuten Bedarf zu decken. Künftige Exporte von Produktionsüberschüssen sind nach Angaben von Quantum Systems möglich. „Die Verteidigung der Ukraine zeigt, wie entscheidend unbemannte Systeme für moderne Streitkräfte geworden sind. Durch unsere Joint Ventures und die enge Zusammenarbeit mit ukrainischen Partnern bringen wir diese einsatzerprobte Expertise in deutsche und europäische Industriestrukturen ein und leisten damit einen konkreten Beitrag zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit in der Ukraine und in ganz Europa“, fasst Matthias Lehna, Vice President bei Quantum Systems, zusammen.






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