Kosten senken, Erträge optimieren, Nachhaltigkeit stärken - Drones
Precision Farming: UxS-Einsatz zur Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft

Kosten senken, Erträge optimieren, Nachhaltigkeit stärken

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    Das in der Gesellschaft vielleicht bekannteste Einsatzgebiet für Drohnen betrifft die Landwirtschaft. Doch die Rehkitzrettung ist bei Weitem nicht das Einzige, wofür unbemannte Systeme im Agrarwesen Verwendung finden. Es gibt jede Menge weitere Dinge, mit denen UxS dazu beitragen, Erträge zu optimieren sowie den Einsatz teurer Dünge- und Pflanzenschutzmittel zu verringern. Kurz gesagt: Precision Farming kann dabei helfen, die Profitabilität landwirtschaftlicher Betriebe zu erhöhen.

    Der harte Alltag in der Landwirtschaft hat wenig mit dem zu tun, was man sich gemeinhin unter bäuerlicher Romantik vorstellt. Schlussendlich ist auch das Agrarwesen ein knallhartes Geschäft, das von ökonomischen Zwängen geprägt wird. Bürokratie, Kostendruck und Personalmangel sind hier genauso präsent wie in vielen anderen Wirtschaftszweigen. Kein Wunder also, dass Landwirtinnen und Landwirte immer auf der Suche nach Möglichkeiten sind, Kosten zu senken und durch höhere Effizienz die Erträge auf dem Feld und in der Bilanz zu steigern. Drohnen – sowohl fliegende als auch fahrende – sind eine gute Möglichkeit.

    Personalkosten senken

    Zum einen trägt ein höherer Automatisierungsgrad dazu bei, Personalkosten zu senken. Zwar ist das Investment in Technologien wie das Autonomous Tractor Kit (ATK) von Carbon Robotics zunächst eine Belastung für das Budget. Doch wo niemand mehr den Trecker fahren muss, fällt ein Kostenfaktor weg. Ganz zu schweigen davon, dass automatisch navigierende Fahrzeuge, ausgestattet mit einer Vielzahl von Sensoren zur Überwachung der Umgebung und zur Kollisionsvermeidung, theoretisch auch rund um die Uhr unterwegs sein können. So lassen sich langfristig nicht nur Personalkosten sparen, sondern auch die Mitarbeitenden an anderer Stelle einsetzen, wo sie effektiver tätig sein können als am Steuer einer Landmaschine. Durch die längere Betriebszeit kommt ein Unternehmen vielleicht sogar mit weniger Traktoren aus, um dieselbe Fläche wie zuvor zu bewirtschaften.

    Durch den Downwash der Rotoren, den Multikopter wie die Agras-Drohnen von DJI erzeugen, erreichen Pflanzenschutzmittel auch die Unterseite der Blätter (Foto: DJI)

    Überhaupt steckt in Unmanned Ground Vehicles (UGVs) ein Potential für die Landwirtschaft, das oft noch unterschätzt wird. So lassen sich automatisiert agierende Pflückroboter bei der Ernte einsetzen. Andere Systeme können zur selbständigen Entnahme von Bodenproben genutzt werden. Auf diese Weise lassen sich georeferenzierte Profile der Ackerfläche erstellen, und Düngemittel oder Wasser werden nur dort ausgebracht, wo es tatsächlich erforderlich ist. Das schont sowohl den Geldbeutel der Landwirtinnen und Landwirte als auch die Umwelt. Einen ähnlichen Effekt haben UAS, die über dem Pflanzenbestand fliegen und neben optischen Daten zur Bestandskontrolle auch Multispektralaufnahmen erstellen können. Diese ermöglichen Rückschlüsse auf den Zustand der Pflanzen, Schädlingsbefall oder Mangelerscheinungen. So ist es dann erneut möglich, gezielt dort zu agieren, wo es erforderlich ist, statt mit der sprichwörtlichen Gießkanne ganze Acker und Felder zu versorgen.


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