300 Langstreckendrohnen pro Jahr


Primoco UAV SE gehört schon seit Längerem zu den führenden europäischen Anbietern unbemannter Luftfahrzeuge für Langstreckenmissionen. Nachdem man im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben mehr als 40 Drohnen ausgeliefert hat, gab das tschechische Unternehmen kürzlich eine Bestellung der spanischen Guardia Civil über mehrerer UAS des Typs Primoco One 150 im Gesamtwert von rund 4 Millionen Euro bekannt. Zudem erhielt man Anfang April die Baugenehmigung für eine neue Produktionsanlage in Písek.
Bei Primoco stehen die Zeichen auf Wachstum. Um die bereits bestehende Nachfrage bedienen und auf weitere Wachstumsschritte gehen zu können, nahm man bereits vor etwa zwei Jahren die Planungen für eine neue Fabrikanlage auf. Anfang April 2026 wurden nun die erforderlichen Genehmigungen erteilt, sodass im südböhmischen Písek mit dem Bau einer Produktionsstätte begonnen werden kann, in der künftig bis zu 300 Primoco-Drohnen pro Jahr gefertigt werden sollen. Und der Bedarf dürfte auf jeden Fall gegeben sein, schließlich verfügt das unbemannte Luftfahrzeug Primoco One 150 nicht nur über eine zivile Betriebsgenehmigung der EASA, sondern auch über ein ICAO-Lufttüchtigkeitszeugnis. Es ist zudem nach dem NATO-Standard STANAG 4703 zertifiziert und damit für zahlreiche militärische Einsatzzwecke geeignet.

Die Primoco One 150 ist gemäß NATO-Standard STANAG 4703 zertifiziert
Bei einem maximalen Startgewicht von 150 Kilogramm verfügt das UAS in Flächenkonfiguration über eine Nutzlastkapazität von 30 Kilogramm und kann bis zu 15 Stunden in der Luft bleiben. Neben der Grenzsicherung sowie unterschiedlichen Such- und Aufklärungsmissionen ist das UAS daher auch zur Waldbrandüberwachung, zur Sicherung kritischer Infrastruktur oder zur situativen Bereitstellung von Kommunikationsinfrastruktur geeignet.