Laufroboter aus Österreich gewinnt Weltmeisterschaft - Drones
Fachhochschulteam verteidigt Titel bei der RoboCup-WM in Südkorea

Laufroboter aus Österreich gewinnt Weltmeisterschaft

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    Das Team DYNAMICS der Fachhochschule Oberösterreich hat bei der diesjährigen RoboCup-Weltmeisterschaft in Südkorea den Titel in der Rescue League erfolgreich verteidigt. Unter der Leitung von FH-Assistenzprofessor Dr. Raimund Edlinger setzte sich die siebenköpfige Mannschaft gegen hochkarätige internationale Konkurrenz durch, darunter mehrfache Weltmeister aus Japan und Thailand. Mit einer konstanten Leistung über alle Turnierphasen hinweg unterstrich das Team seine technologische Führungsposition in der Rettungsrobotik.

    Dominanz durch Präzision

    Die Mannschaft, bestehend aus den Masterstudierenden David Oberngruber, Markus Ertl und Benedikt Mayrhofer sowie den Bachelorstudierenden Alexandra Eichberger, Oskar Gnadlinger und Nathalie Weiß, präsentierte ein hochentwickeltes Laufrobotersystem. Dieses überzeugte durch Stabilität und Leistungsfähigkeit. Bereits ab dem ersten Startsignal übernahm das Team die Führung und behauptete sich gegen renommierte Mitbewerber wie das japanische Team Shinobi, das Team Quix sowie die achtfachen Weltmeister von iRAP.

    Technologie für den Ernstfall

    Der Erfolg bei der Weltmeisterschaft bildet das Fundament für das ab September startende Forschungsprojekt LARX, das vom Land Oberösterreich im Rahmen der Förderausschreibung „Security Technologies & Solutions“ unterstützt wird. Ziel ist die Entwicklung eines modularen Robotiksystems für Extremeinsätze, das bis zum Technology Readiness Level 6 demonstriert werden soll. Das System umfasst einen Laufroboter zur autonomen Erkundung sowie einen raupenbasierten Rettungsroboter mit biomechanisch sicherem Transportmechanismus.

    Das Siegerteam der FH Oberösterreich von links nach rechts: Markus Ertl, Alexandra Eichberger, Benedikt Mayrhofer, Oskar Gnadlinger, Nathalie Weiß, David Oberngruber, Raimund Edlinger

    Durch die Fusion multimodaler Sensorik zur Gefahrstoff-, Umwelt- und Personendetektion in Echtzeit soll ein taktisch verwertbares Lagebild entstehen. FH-Prof. DI Dr. Roman Froschauer betont den praktischen Nutzen: „Mit Hilfe von Robotern können wir effizienter helfen, aber auch den Eigenschutz der Feuerwehrleute erhöhen.“ Das Projekt LARX adressiert damit gezielt komplexe Szenarien wie Gebäudeeinstürze, Tunnelunfälle oder Gefahrstoffaustritte.

    Dieser Erfolg verdeutlicht den wachsenden Stellenwert autonomer Systeme im Bereich der öffentlichen Sicherheit. Für die Drohnen- und Robotik-Industrie ist das Projekt LARX ein wegweisendes Beispiel für die erfolgreiche Überführung akademischer Spitzenforschung in die operative Anwendung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Endanwendern ist ein entscheidender Faktor, um die Akzeptanz und Praxistauglichkeit unbemannter Systeme in kritischen Infrastrukturen zu erhöhen.


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