L3Harris entwickelt neuen Abfangjäger gegen Drohnen

L3Harris Technologies hat einen Dreijahresvertrag im Wert von bis zu 60 Millionen US-Dollar erhalten, um einen manövrierfähigen Langstrecken-Abfangjäger für das Programm der US-Armee zur Bekämpfung unbemannter Flugsysteme zu entwickeln. Das Projekt zielt darauf ab, kleine bis mittelgroße Drohnen sowie klassische Bedrohungen der Kurzstrecken-Flugabwehr effektiv zu neutralisieren. Mit dem Erreichen der zweiten Projektphase steht nun die Erprobung der Flugleistung eines voll integrierten Counter UAS-Systems im Fokus.
Das neue Abfangsystem soll gegenüber aktuellen Systemen eine deutlich höhere Geschwindigkeit, eine größere Reichweite sowie eine gesteigerte operative Flexibilität bieten. Scott Alexander, Präsident für Antriebssysteme bei L3Harris, betont, dass das Design innovative Antriebstechnik mit fortschrittlichen Suchkopf-Technologien kombiniert. Ziel ist eine modulare und kosteneffiziente Lösung, die von bereits existierenden Startplattformen aus eingesetzt werden kann.
Ein neuartiger Ansatz für Staustrahltriebwerke
Ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung ist die Weiterentwicklung von Staustrahltriebwerken. Durch diesen technologischen Ansatz soll eine höhere Treibstoffeffizienz erreicht werden, was wiederum die Einsatzreichweite des Abfangjägers signifikant erweitert. Zudem arbeitet das Unternehmen daran, die Lösung mit bestehenden militärischen Plattformen der USA kompatibel zu machen, um eine schnelle Integration in aktuelle operative Architekturen zu gewährleisten.
Während der Markt bisher stark von elektronischen Störsendern oder einfachen kinetischen Abwehrmaßnahmen geprägt war, signalisiert die Investition der US-Armee einen Trend hin zu hochkomplexen, manövrierfähigen Flugkörpern. Die Integration von Staustrahltriebwerken in kompakte Abfangsysteme unterstreicht zudem den wachsenden Bedarf an kosteneffizienten, aber hochleistungsfähigen Lösungen.
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