US-Versandhändler stoppt überraschend die Pläne für Drohnenlieferungen in Italien

Was steckt hinter dem Amazon-Rückzug?

Im Sommer 2025 machte Jeff Bezos mit seiner pompösen Hochzeit in Venedig Schlagzeilen. Doch die jüngsten Nachrichten aus „Bella Italia“ dürften dem Amazon-Chef deutlich weniger gefallen. Wie zuerst die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hatte, hat der Versandhandelskonzern seine Drohnenlieferpläne in Italien überraschend gestoppt. Und das ausgerechnet wenige Tage, bevor im „Amazon-Testgebiet“ San Salvo ein U-Space den regulären Betrieb aufnehmen sollte.

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    Amazon und die Drohnen. Was 2013 mit einer Ankündigung von Jeff Bezos begann, ließ zunächst lange auf sich warten, nahm dann aber in jüngerer Vergangenheit doch an Fahrt auf. So werden in den USA bereits in ausgewählten Regionen Lieferungen per Drohne durchgeführt. Und auch im Vereinigten Königreich treibt der Konzern entsprechende Vorhaben voran. Italien spielte in den internationalen Expansionsplänen früh eine zentrale Rolle. Ende 2024 vermeldete Amazon erfolgreiche Testflüge in San Salvo, einer Kleinstadt in den Abruzzen. Dort wurde zum 01. Januar 2026 sogar ein U-Space-Gebiet eingerichtet. Mutmaßlich nicht zuletzt mit Blick auf künftige Prime Air-Lieferungen. Doch der US-Konzern zog kurz vor dem Jahreswechsel offenbar die Notbremse und stoppte die Pläne für Drohnenlieferungen in Italien.

    Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters begründete der Amazon-Konzern die Entscheidung mit einer strategischen Neuausrichtung. Was jedoch der Auslöser für die Neubewertung der Situation war, ist nicht bekannt. Ob die konkrete regulatorische Ausgestaltung des U-Space-Gebiets in San Salvo oder gar die jüngsten Untersuchungen der italienischen Polizeibehörden gegen Amazon wegen möglicher Steuerhinterziehung beim Import chinesischer Waren eine Rolle gespielt haben, ist unklar. Klar ist jedoch, dass das Thema Drohnenlieferung in Europa damit einen kräftigen Dämpfer erhalten hat. 






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