

Bereits seit 1998 werden in Dordrecht unbemannte Flugsysteme gefertigt. Modellhelikopter, um genau zu sein. 2013 dann die Neuausrichtung. Seitdem wird bei High Eye UAS-Technologie für kommerzielle Anwendungen produziert. Heute lässt sich die Mission des niederländischen Unternehmens in einem einzigen Satz zusammenfassen: Drohnenbetrieb dort zu ermöglichen, wo er tatsächlich benötigt wird, und nicht nur dort, wo die Bedingungen dafür gerade günstig sind.
Viele Unternehmen in der UAS-Industrie entstehen, um eine Vision zu realisieren. Um Neues zu ermöglichen oder gar die Grenzen des Machbaren zu verschieben. Die Geschichte von High Eye hingegen reicht nicht nur wesentlich weiter zurück als die so mancher anderer Drohnenhersteller. Sie ist auch um die eine oder andere Wendung reicher. Nach 15 Jahren, in denen man Modellhelikopter hergestellt hatte, kam Joost de Ruiter als CEO in das Unternehmen. Und richtete die Firma schrittweise, aber konsequent auf kommerzielle sowie militärische Kundenkreise aus. Er wollte ein Angebot schaffen, mit dem nicht mehr zwischen maximaler Reichweite und größtmöglicher Flexibilität im Flugbetrieb gewählt werden musste. Sondern beides in einem System vereinbart wurde. Die Geburtsstunde des späteren Airboxer-Konzepts.
Robust und ausdauernd
Insbesondere in maritimen Einsatzszenarien und in abgelegenen Gebieten muss ein UAS sowohl robust als auch ausdauernd sein. Anders als heutzutage waren VTOL-Flächendrohnen damals, im Jahr 2013, noch nicht allgegenwärtig. Die meisten Starrflügler-Drohnen boten daher zwar die nötige Reichweite, benötigten jedoch eine geeignete Start- und Landeinfrastruktur. Dort, wo die Missionen tatsächlich stattfinden sollten, war sie jedoch selten vorhanden. Multikopter ließen sich wiederum vertikal starten und landen und ermöglichten zudem eine enorme Präzision bei der Steuerung. Doch die Reichweite war für die meisten Einsatzprofile unzureichend. Gleichzeitig wurden bemannte Hubschrauber weiterhin regelmäßig für kostspielige Missionen eingesetzt, bei denen im Grunde gar kein Personal an Bord erforderlich war. High Eye erkannte diese Lücke als operatives und nicht als rein technisches Problem. Das Ergebnis dieser Analyse war eine Drohne in Helikopteraus…