EU-geförderte Forschungsprojekte vereinbaren Zusammenarbeit

Europäisches UAM-Netzwerk

Die Urban Air Mobility (UAM) ist eines der spannendsten Zukunftsfelder, wenn es um die nachhaltige Gestaltung moderner Verkehrsinfrastruktur geht. Daher ist es wenig überraschend, dass sich bereits eine geraume Weile verschieden Forschungsprojekte und Entwicklungsprogramme mit der Thematik beschäftigen. Mit den von der Europäischen Union im Rahmen des Horizon 2020-Programms geförderten Konsortien Flying Forward 2020, AiRMOUR und AURORA haben nun drei davon ein europäisches UAM-Netzwerk gegründet, um den Austausch zu vertiefen und voneinander zu profitieren.

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Kräfte bündeln, Synergieeffekte nutzen. Auf dieser eigentlich simplen aber doch wirkungsvollen Idee basiert das kollaborative Netzwerk von Urban Air Mobility (UAM)-Entwicklungsprogrammen, das Flying Forward 2020, AiRMOUR und AURORA in dieser Woche vorstellten. Da derzeit eine Vielfalt verschiedener Initiativen unabhängig oder in kleineren Netzwerken im Grunde an denselben Fragestellungen arbeite, sei durch ein Miteinander und institutionellen Austausch am Ende allen geholfen. Die Bündelung der Anstrengungen biete die Möglichkeit, eine breitere Perspektive zu gewinnen, die zu einer ganzheitlichen Vision und besser aufeinander abgestimmten Ergebnissen führe. So arbeiten schon die drei Gründungsinitiativen zwar allesamt am Thema Urban Air Mobility, widmen sich aber dennoch ganz verschiedenen Aspekten des entstehenden UAM-Ökosystems.

Voneinander profitieren

Während AiRMOUR sich vor allem darum kümmert, lokalen und regionalen Institutionen am Beispiel von medizinischen Transporten konkrete Handlungsempfehlungen für die Implementierung von Drohneneinsätzen im urbanen Kontext an die Hand zu geben, widmet man sich bei AURORA eher der technischen Seite. Dort sollen sicherheitsrelevante Technologien zur Unterstützung autonom agierender unbemannter Systeme im städtischen Raum entwickelt und in den Gesamtkontext UAM integriert werden. Das Flying Forward 2020-Projekt wiederum beschäftigt sich damit, wie ein UAM-Ökosystem aussehen könnte, das in die bestehende Geodateninfrastruktur von Städten integriert werden kann.

Ein europäisches UAM-Netzwerk soll den unterschiedlichen Projekten ermöglichen, voneinander zu profitieren und gemeinsam Dinge effizienter voranzutreiben. Schließlich gibt es große inhaltliche Überschneidungen, beispielsweise in der Frage, wie Wissen und Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung gesteigert werden können. Und auch in der Vermittlung von Kontakten, dem Aufbau von (punktuellen) Gemeinschaftsprojekten oder dem Knowhow-Transfer untereinander wollen die Partner im offenen Austausch zum allgemeinen Nutzen zusammenarbeiten. Und wenn es nach den Initiatoren geht, dann soll das Netzwerk nicht auf die drei Gründungsmitglieder beschränkt bleiben, sondern in Zukunft weiter wachsen.

Foto: Flying Forward 2020



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