

Konkurrenz belebt das Geschäft. Aber selbst die erbittertsten Wettbewerber tun gut daran, sich auf bestimmte Grundregeln und Verfahren zu einigen. Denn am Ende ziehen alle Beteiligten Vorteile aus gemeinsamen Standards. Verbraucherinnen und Verbraucher wissen geringere Kosten, Interoperabilität der Produkte sowie ein Grundvertrauen in die Qualität und Sicherheit zu schätzen. Und Unternehmen profitieren von einem erleichterten Marktzugang sowie größerer Sicherheit bei Investitionsentscheidungen.
Ein Musterbeispiel dafür, wie internationale Standards die Welt verändern können, ist der Frachtcontainer. Und das bei Weitem nicht nur, weil dieser den zeit- und personalaufwändigen Stückguttransport nahezu vollständig verdrängt hat. Die globalisierte Weltwirtschaft hat sich vollständig auf die Blechquader ausgerichtet. Egal ob Rotterdam, Shanghai, Durban oder Los Angeles: Der Standardcontainer ist das Maß aller Dinge.
Anlagenbetreiber, Fahrzeughersteller, Speditionsbetriebe, Logistikdienstleister, Industriebetriebe und sogar das Militär: Alle rechnen, denken und handeln auf einem gemeinsamen Nenner gemäß ISO 668.
Im Bereich der zivilen Luftfahrt kümmerte sich ab 1919 zunächst die International Commission for Air Navigation darum, den internationalen Flugverkehr zu organisieren und die Sicherheit durch Harmonisierung zu erhöhen. Die ICAN wurde 1944 von der International Civil Aviation Organization abgelöst, die seit 1947 den Status einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen hat. Seither ist die ICAO dafür zuständig, einheitliche internationale Standards für den weltweiten Luftverkehr zu schaffen. Und hat natürlich auch das Thema unbemannte Luftfahrt sowie Advanced Air Mobility auf dem Schirm. Der Gedanke, dass gemeinsame regulatorische Anstrengun…
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