Effizienzsteigerung und Nutzungsoptimierung


Im Jahr eins nach der Übernahme durch Adnan Hiroli als alleinverantwortlichem Veranstalter der DroneX – Part of Uncrewed Tech Expo präsentierte sich das Event im ExCeL London zwar nicht grundlegend verändert, aber frischer Wind war durchaus spürbar. Vor allem die während der beiden Tage gut gefüllten Gänge stachen ins Auge. Genauso wie die große Zahl an Zubehöranbietern im Verhältnis zu den Herstellern unbemannter Systeme. Und trotz neuer Impulse ging es im Kern wieder um eine altbekannte Frage.
Die Technologie funktioniert und ist sicher zu betreiben, sowohl auf dem Wasser als auch am Boden und in der Luft. Darüber herrschte unter den Anwesenden auf der DroneX im Grunde Konsens. Die Frage, die sich daher vermutlich in den meisten Gesprächen an den Ständen der Ausstellerinnen und Aussteller, auf den Gängen oder am Rande der Vortragsbühnen früher oder später stellte, war daher nicht, wie man UxS sinnvoll einsetzen kann. Sondern wie sich dies wirtschaftlich nachhaltig realisieren lässt.
Wettbewerb um die Gunst der Anwesenden
Dass es dabei nur teilweise auf das eigentliche unbemannte System ankommt, ist kein Geheimnis. Sowohl das Betriebskonzept und die Integration in betriebliche Abläufe als auch die passenden Produkte und Dienstleistungen mit Blick auf Produktion, Lieferkette und Implementierung sind mindestens ebenso bedeutsam. Dementsprechend umfangreich war auch das Angebot an Komponenten und Zubehör, das in London gezeigt wurde. Vor allem Hersteller von Batterien und Rotorblättern lieferten sich einen Wettbewerb um die Gunst der Besucherinnen und Besucher. Auffällig war zudem die hohe Zahl chinesischer Unternehmen, die sich auf der DroneX präsentierten. Insbesondere im Verhältnis zu den vergleichsweise wenigen britischen Firmen.
Die Struktur der ausstellenden Unternehmen – wenig Drohne, viel Zubehör – spiegelt eine Entwicklung wider, die sich in den vergangenen Jahren zusehends manifestiert hat. Nach Jahren, in denen Drohnen und deren disruptives Potenzial als Innovation im Zentrum standen, geht es mittlerweile zunehmend um Effizienzsteigerung und Nutzungsoptimierung. Kurz gesagt: Dass unbemannte Systeme enorme Möglichkeiten bieten, ist keine Neuheit mehr. Die Industrie hat sich weiterentwickelt und richtet den Blick auf Implementierung und Optimierung. Ganz so, wie es die potenziellen Kundinnen und Kunden sowie künftige Anwendungsindustrien – auch abseits militärischer Nutzerkreise – erwarten.

Mit großer Aufmerksamkeit wurde das Panel zum Thema „From Research to regulation“ verfolgt, bei dem Sophie O’Sullivan (UK Civil Aviation Authority), Paul Strande (Federal Aviation Administration) und Andy Sage (National Air Traffic Services UK, links) darüber diskutierten, wie praktische Erfahrungen aus dem UAS-Betrieb in die Regelsetzung einfließen können
Wie auf anderen internationalen Messen zog auch das „Rahmenprogramm“ der DroneX 2026 in London viel Aufmerksamkeit auf sich. Denn für viele der Anwesenden, die sich bereits gut im Markt auskennen, ist dies mindestens ebenso wichtig wie die Ausstellungsstände. Mit etwas kleineren, dafür aber stets gut gefüllten Vortragsflächen machte sich auch hier eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr bemerkbar. Zudem mussten Interessierte einen der limitierten Kopfhörer ergattern, um den Vortragenden folgen zu können. Was zu der einen oder anderen Enttäuschung bei denjenigen führte, die leer ausgingen, sorgte für eine ruhigere Gesprächsatmosphäre an den benachbarten Ständen. Aber da das Konzept ja von zahlreichen anderen Fachevents bekannt ist, nahmen alle Beteiligten es mit routinierter Gelassenheit zur Kenntnis. Und kamen zum nächsten Panel eben noch ein wenig früher.
Was bleibt von der DroneX 2026?
Auch wenn das Event sicher nicht zu den größten internationalen Veranstaltungen für die UxS-Industrie gehört, ist es aufgrund der besonderen Stellung Englands in der globalen Drone-Economy von besonderem Interesse. Nicht nur geographisch liegt das Vereinigte Königreich zwischen der EU und den USA. Auch in puncto Regulatorik und Wirtschaftspolitik haben sich auf der Insel – trotz weiterhin großer Nähe zur Europäischen Union – einige kleinere Eigen- und Besonderheiten ergeben. Und natürlich ist der englische Markt für Unternehmen aus aller Welt von Interesse. Daher steht die wohl etablierteste reine Drohnenmesse auf „der Insel“ natürlich besonders im Fokus. Und es spricht viel dafür, dass das ExCeL London auch am 28. und 29. September 2027 wieder ein hochfrequentierter Treffpunkt für die internationale Drohnenindustrie wird.
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