HII: gemeinsame Operation von Über- und Unterwasserdrohnen


Erstmals haben autonome Systeme der amerikanischen Werftengruppe Huntington Ingalls Industries (HII) bewiesen, dass sie in einem Verbund mit Teilen über und unter der Wasseroberfläche kooperieren können. Die Hauptrolle spielte dabei das Uncrewed Surface Vessel (USV) Romulus 7. Es fungierte als Relaisstation, um Echtzeitdaten des Uncrewed Underwater Vessels (UUV) Remus an die Operationszentrale zu übermitteln. Dieser Verbund glänzt durch einen großen Einsatzbereich und einen hohen Autonomiegrad.
Das Romulus 7 ist ein tragbares Oberflächenfahrzeug mit einer Länge von gut 2 Metern, das über das Odyssey Autonomous Control System von HII gesteuert wird und speziell für Expeditions- oder Militäroperationen konzipiert wurde. Der Clou: Es kann Daten und Umgebungsinformationen von einer Remus-Unterwasserdrohne empfangen und über größere Distanzen in Echtzeit an eine Basisstation übermitteln.
So funktioniert die Datenübertragung
Ein zentrales Ziel der Erprobung war die Nutzung des Romulus 7 als mobile Relaisstation an der Wasseroberfläche. In dieser Rolle ist das Oberflächenfahrzeug in der Lage, die vom Unterwasserfahzeug ermittelten Daten in Echtzeit zum Operationszentrum zu übermitteln. Dies erweitert die operationelle Reichweite der Systeme, während gleichzeitig Tarnung und Autonomie erhalten bleiben. Um eine nahtlose Koordination zwischen USV und UUV zu gewährleisten, wurde die Mission über die Odyssey-Mission-Benutzeroberfläche von HII geplant, überwacht und verwaltet.
Welche Kommunikationssysteme werden eingesetzt?
Der Test bestätigte zudem die Anwendbarkeit der Standard-Kommunikations- und Sensorausstattung des Romulus 7. Dazu gehören akustische Kommunikationssysteme für die Kollaboration mit dem Unterwasserfahrzeug, Kameras, Wi-Fi, Starlink, MANET-Radio und GPS. Damit konnte die Effektivität des Systems in Kombination mit dem Remus bestätigt werden.
Huntington Ingalls Industries im Netz:
https://hii.com/
Foto: HII