Effizienz und Nachhaltigkeit steigern

Drohnen als Betriebsmittel in der Forstwirtschaft

Im Jahr 1871 machte Kaiser Wilhelm I dem einstigen preußischen Ministerpräsidenten und späteren Reichskanzler Otto von Bismarck ein besonderes Geschenk: den Sachsenwald. Bis heute sind weite Teile des 70 Quadratkilometer großen Areals vor den Toren Hamburgs im Familienbesitz. Anders als die Besitzer hat sich die Bewirtschaftung seither enorm verändert. Denn wie in vielen anderen Bereichen der Forstwirtschaft sollen auch hier künftig Drohnen dafür sorgen, Effizienz und Nachhaltigkeit zu steigern.

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Aussaat, Bestandsmonitoring, Waldbrandbekämpfung: Möglichkeiten, wie Drohnen im Bereich der Forstwirtschaft eingesetzt werden können, gibt es mittlerweile einige. Doch nicht alles, was machbar ist, ergibt automatisch Sinn. Oder zumindest noch nicht. Denn am Ende des Tages ist es immer eine Frage der Effizienz, welches Betriebsmittel sich als das Beste erweist. Auch bei der ökonomischen Nutzung von Waldflächen. Diese ist das täglich Brot der Firma Waldkontor, die den Sachsenwald bewirtschaftet und neben der Forstpflege auch Brennholz, Biomasse und Sägenebenprodukte produziert. Keine leichte Aufgabe, vor allem angesichts der Dimensionen der zu bearbeitenden Fläche. Gemeinsam mit dem UAS-Service-Anbieter Flynex will man daher künftig daran arbeiten, die Bewirtschaftung von schleswig-holsteins größtem zusammenhängenden Waldgebiet mit Hilfe von Drohnen möglichst effizient, präzise und somit auch ressourcenschonend zu gestalten.

Noch werden „unmanned aircraft systems“ vergleichsweise selten in der Forstwirtschaft eingesetzt. Doch die positive Tendenz und Initiativen wie die von Flynex und Waldkontor sprechen dafür, dass sich das in nicht allzu ferner Zukunft ändern könnte. Denn insbesondere im Bereich des Bestandsmonitorings eröffnen Drohnen ganz neue Möglichkeiten. Dank der einfach zu erstellenden Luftbildaufnahmen kann der Zustand im regelmäßigen Abstand erfasst und die Entwicklung des Waldes genau beobachtet werden. Auf Basis dieser Daten können dann wichtige Erkenntnisse gewonnen sowie zielgenaue Entscheidungen getroffen werden, an welchen Stellen Präventions- oder auch Pflegemaßnahmen vorzunehmen sind.

So lässt sich zum Beispiel mit georeferenzierten Thermalaufnahmen sehr zielgenau an den Baumkronen ablesen, welche Teile des Bestands unter Stress- oder Mangelsymptomen leiden. Auch die mögliche Notwendigkeit von Auf- oder Durchforstung lässt sich exakt lokalisieren und eine Ausbreitung des Borkenkäfers gegebenenfalls frühzeitiger erkennen, als dies mit bodengebundener, sehr zeitaufwändiger Beobachtung möglich wäre. Dank der Luftbilddaten ist es Waldkontor zukünftig möglich, gezielt einzugreifen und an Stellen, an denen besonders viel Abgang des Baumbestandes herrscht, punktuell aufzuforsten. Aufgrund dieser Faktoren kann der Ertrag bei der Holzernte gesteigert werden – bei gleichzeitiger Schonung der Natur.

Fotos: Flynex


Lese-Tipp

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