Abu Dhabi eröffnet die mit rund 3 Millionen US-Dollar dotierte „MBZIRC Maritime Grand Challenge“

ABU DHABI, Vereinigte Arabische Emirate – Im Juni 2023 werden Innovator*innen aus der ganzen Welt im Rahmen der Mohamed Bin Zayed International Robotics Challenge (MBZIRC) mit der Entwicklung technologischer Lösungen für maritime Sicherheit um ein Preisgeld von über 3 Millionen US-Dollar wetteifern. Die MBZIRC wird in Abu Dhabi, der Hauptstadt der VAE, stattfinden.

Die Challenge wird im Zwei-Jahres-Rhythmus von ASPIRE, der für Technologieprogramme zuständigen Stelle des Advanced Technology Research Council (ATRC), ausgerichtet. Der ATRC ist ein multidisziplinäres Forschungsgremium zur Förderung fortschrittlicher Technologien in Abu Dhabi und den VAE. Die Challenge möchte sich einen Platz unter den größten und renommiertesten KI- und Robotikwettbewerben der Welt sichern und richtet den kommenden Wettbewerb unter dem Motto „MBZIRC Maritime Grand Challenge“ aus. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Echtzeitlösungen für Herausforderungen im Bereich der maritimen Sicherheit.

Für die Challenge können sich Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Entwickler*innen aus der ganzen Welt bewerben. Aufgabe ist es, ein Steuerungssystem für die Kooperation zwischen heterogene Systeme von unbemannten Luft- und Wasserfahrzeugen zu entwickeln, das komplexe Navigation, Zusammenarbeit und Manipulationsaufgaben in einer Umgebung ohne GNSS-Möglichkeit bewältigen kann. Anmeldungen können bis zum 30 Dezember eingereicht werden.

Faisal Al Bannai, Generalsekretär des ATRC, sagte anlässlich der Ankündigung der Challenge: „Wir sind stolz darauf, die MBZIRC durch den Teilnahmeaufruf an Talente aus der ganzen Welt internationaler zu machen. Wir haben eine schwierige, aber sehr reale Aufgabe gestellt, die die Fähigkeiten der Teilnehmer*innen auf den Prüfstand stellen wird. Der Wettbewerb ist für uns zudem eine großartige Gelegenheit zu demonstrieren, welche bahnbrechende wissenschaftliche Forschungsarbeit in Abu Dhabi und den VAE geleistet wird.“
Die MBZIRC stellt beide Standorte als Zentren für technologische Nischenbereiche mit Strahlkraft für Innovator*innen aus der ganzen Welt vor. Neben der Entwicklung innovativer Systemlösungen für globale Herausforderungen möchte der Wettbewerb auch die internationale Zusammenarbeit stärken und fortschrittliche Technologien über ihre Grenzen hinaus weiterentwickeln.

„Länder mit langen Küstenabschnitten müssen für maritime Sicherheit erheblich in moderne Ausrüstung und gut ausgebildetes Personal investieren. Fortschrittliche Robotiksysteme können nicht nur zur Kostensenkung beitragen, sondern auch gefährliche Aufgaben übernehmen, die bislang von Menschen ausgeführt werden. Mit der MBZIRC Maritime Grand Challenge möchten wir Technologie aus dem Labor herausholen und in einer realen Umgebung testen. So sehen wir, was technisch möglich ist“, sagte Dr. Arthur Morrish, Chief Executive von ASPIRE.

Morrish unterstrich den doppelten Zweck der Challenge: Es gehe darum, sich aktueller Problemstellungen der autonomen Robotik anzunehmen und die globale Gemeinschaft bei der Entwicklung der Lösungsansätze durch internationale Zusammenarbeit einzubeziehen. Zum anderen gebe es real existierende Herausforderungen, für die dringend eine Lösung gefunden werden müsse.

Konkret besteht die Aufgabe darin, einen Schwarm unbemannter Luftfahrzeuge (UAV) zu befähigen, einzelne Schiffe aus einer Gruppe sich ähnelnder Schiffe in offenen Gewässern ohne GNSS-Möglichkeit zu identifizieren. Zudem sollen bestimmte Gegenstände mithilfe autonomer Technologien in kürzester Zeit von einem identifizierten Schiff auf ein unbemanntes Wasserfahrzeug (USV) entladen werden. Dieser Vorgang ist nach aktuellem Stand der autonomen Robotik noch nicht möglich. „Das Schöne an dieser Challenge ist, dass den Teilnehmer*innen eine Aufgabe gestellt wird, ohne dafür jedoch einen bestimmten Ansatz vorzugeben“, fügte Dr. Morrish hinzu.

Diese Art intelligenter Systeme könnte auch in anderen Bereichen, die komplexe, autonome Eingriffe in einer Umgebung ohne GNSS-Möglichkeit erfordern, praktische Anwendung finden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mbzirc.com.

*Quelle: AETOSWire


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