Zweistelliges Umsatzplus


Die global angestoßene Modernisierung des Luftraums gepaart mit technologischen Innovationen im Bereich der digitalen Kommunikation und einer gehörigen Prise politischer Großwetterlage: Es ist ein Mix verschiedener Faktoren, der Frequentis AG auch im vergangenen Jahr zu neuen Bestwerten in den Bereichen Umsatz und Auftragslage verholfen hat. Erfolge, zu denen der Geschäftsbereich UAS zahlenmäßig bislang nur einen vergleichsweise geringen Beitrag leistet. Noch.
Zweistellige Wachstumsraten sind in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Umso bemerkenswerter, dass der Frequentis AG dieses Kunststück nun bereits das fünfte Jahr in Folge gelungen ist. 20 Prozent Zugewinn beim Umsatz (580 Millionen Euro), ein Plus von deutlich über 30 Prozent beim Auftragsstand, der zum Ende des Geschäftsjahres 2025 bei knapp 800 Millionen Euro lag. Fast schon bescheiden nimmt sich da der Zugewinn beim Auftragseingang (+16,5 %) aus. „Unser Wachstum und die Profitabilität zeigen, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig trägt – gerade in herausfordernden Zeiten. Sie sind Ausdruck unserer Innovationskraft und unseres klaren Fokus auf die Betreiber sicherheitskritischer Kontrollzentralen“, erläutert Frequentis‑CEO Norbert Haslacher.
Innovative Technologien
Neben dem Heimatmarkt Europa konnte Frequentis im vergangenen Jahr – allen transatlantischen Misstönen zum Trotz – vor allem in Nord- und Südamerika punkten. Keine Frage: Das Thema Sicherheitsinfrastruktur und resiliente Kommunikation von Einsatzorganisationen wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und im Bereich des öffentlichen Verkehrs hat überall auf der Welt Hochkonjunktur. Ein viel diskutiertes, wirtschaftlich aber noch vergleichsweise kleines Thema ist der Geschäftsbereich UAS. Die Unternehmenssparte, in der verschiedene innovative Technologien vorangetrieben und neue Angebote skaliert werden sollen, trug etwa 25 Millionen Euro zum Gesamtumsatz des vergangenen Jahres bei. Doch wie CEO Norbert Haslacher bei der Bilanzpressekonferenz auf Drones-Nachfrage betonte, erwartet er im Bereich der unbemannten Flugsysteme in den kommenden Jahren ein überproportional starkes Wachstum.
Aktuell sei die Nachfrage vor allem aus dem Militärsektor groß. Doch sobald die noch bestehenden rechtlichen sowie regulatorischen Unklarheiten im Bereich der kommerziellen zivilen Drohnennutzung beseitigt und die Zuständigkeitsfragen mit Blick auf das Verkehrsmanagement im unteren Luftraum beantwortet sind, rechnet man bei Frequentis auch in diesem Sektor mit deutlichen Zugewinnen. Und auch schon 2025 konnte das österreichische Unternehmen an dieser Stelle Positives vermelden. Neben dem Auftrag aus Schweden, dort eine landesweite Steuerungslösung für den Drohnenverkehr aufzubauen, hob Haslacher vor allem ein gemeinsames Projekt mit der Bundeswehr hervor. Am Flughafen Manching hat das Unternehmen ein Testfeld zur Überwachung des unteren Luftraums und zur Freund-Feind-Erkennung im Rahmen eines umfassenden Luftlagebilds errichtet. Die Kombination klassischer Radarsysteme mit intelligenten Sensor- und Erkennungstechnologien soll sowohl ein effizientes Urban-Traffic-Management als auch den zuverlässigen Schutz kritischer Infrastruktur ermöglichen.