Rheinmetall und MBDA Deutschland planen Joint Venture für Laser-Aktivitäten

Waffensystem zu Drohnenabwehr

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    Die physische Zerstörung unbemannter Flugsysteme stellt die Ultima Ratio dar, um illegal betriebene Drohnen abzuwehren und sich gegebenenfalls gegen Angriffe aus der Luft  zu verteidigen. Mit einem Joint Venture wollen die beiden Rüstungskonzerne Rheinmetall und MBDA Deutschland die Entwicklung eines Waffensystems zur Drohnenabwehr beschleunigen. Und knüpfen dabei an eine seit 2019 bestehende Kooperation zur Fertigung innovativer Laserwaffensysteme an.

    Seit gut sechs Jahren arbeiten MBDA Deutschland und Rheinmetall zusammen daran, ein einsatzfähiges Laserwaffensystem für die Deutsche Marine zu entwickeln. Dieses soll –  neben klassischen Rohrwaffen und Lenkflugkörpern – dazu genutzt werden können, hochagile Zieltypen im Nahbereich zu bekämpfen. So wie Drohnen oder auch Drohnenschwärme. Mehr als ein Jahr lang wurde zuletzt ein containerisierter Laserdemonstrator an Bord der Fregatte Sachsen unter Einsatzbedingungen erprobt und dessen Leistungsfähigkeit in puncto Trackingfähigkeit, Wirkung und Präzision unter realen Bedingungen nachgewiesen. Dabei stand nicht zuletzt die Fähigkeit, Ziele vor „Blue Sky“ zu bekämpfen, im Mittelpunkt des Interesses. Also in Einsatzszenarien, in denen keine Landschaftsmerkmale als Strahlenfang dienen können. Mittlerweile wurde der Demonstrator ausgeschifft und befindet sich im Laserkompetenzzentrum der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) in Meppen. Dort soll nun ermittelt werden, inwiefern sich das System auch für den landgestützten Einsatz eignet.  

    Das nun geplante Joint Venture für Marine-Laser-Aktivitäten soll im Frühjahr 2026 gegründet werden, ein voll einsatzfähiges Waffensystem könnte ab 2029 zur Verfügung stehen. „Mit dieser GmbH setzen wir neue Maßstäbe in der Entwicklung und Produktion hochmoderner militärischer Laserwaffensysteme designed und made in Germany“, erklärt Thomas Gottschild, Geschäftsführer MBDA Deutschland. „Sie manifestiert die Vorteile der langjährigen Zusammenarbeit und unterstreicht das Engagement beider Unternehmen, schnellstmöglich das erfolgreich erprobte maritime Produkt marktverfügbar zu machen und der Bundeswehr weitere Drohnenabwehrmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Durch die Kombination komplementärer und innovativer Kernkompetenzen können wir ein technologisch führendes, qualifiziertes und einsatzfähiges Laserwaffensystem für die Deutsche Marine anbieten.“


    Foto: Rheinmetall


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