Kooperation mit Turgis Gaillard: Renault produziert künftig Militärdrohnen

Die Renault Group hat konkrete Pläne bestätigt, in die Produktion von Militärdrohnen einzusteigen. In Zusammenarbeit mit dem Rüstungsunternehmen Turgis Gaillard und mit Unterstützung des französischen Verteidigungsministeriums will der Automobilkonzern in den Werken in Les Mans und Cléon künftig Langstrecken-Drohnen des Typs „Chorus“ fertigen, die sowohl für Aufklärungsmissionen als auch als Kampfmittel eingesetzt werden können. Das Projekt zielt darauf ab, monatlich bis zu 600 Einheiten produzieren zu können.

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    Es hat das Potenzial, zu einer Win-Win-Win-Situation zu werden. Denn während europäische Automobilhersteller und Zulieferbetriebe über sinkende Produktionszahlen und eine schwache Auslastung klagen, haben UxS-Hersteller vielfach mit dem Aufbau von Fertigungskapazitäten zu kämpfen. Nationale Regierungen wiederum haben ein vitales Interesse daran, sowohl in Sachen unbemannte Systeme aufrüsten als auch kriselnde Industriezweige zu stabilisieren und Arbeitsplätze zu sichern.

     

    Industrieförderung

    Bereits im vergangenen Sommer hatte es Berichte gegeben, wonach die französische Regierung große Industrieunternehmen kontaktiert habe, damit diese ihr Knowhow und ungenutzte Produktionskapazitäten in Kooperationen mit Unternehmen im Bereich unbemannter Systeme einbringen. Das Ziel ist ganz offenbar, den Aufbau einer französischen Drohnenindustrie zu forcieren. Fabrice Cambolive (Chief Growth Officer, Renault Group) bestätigte in einem Interview mit dem französischen Nachrichtensender BFM TV, dass das französische Verteidigungsministerium Renault aufgrund seiner industriellen Expertise in der Serienfertigung kontaktiert habe, um eine nationale Drohnenindustrie aufzubauen. 

    Demnach sollen in Kooperation mit dem Rüstungsunternehmen Turgis Gaillard Militärdrohnen vom Typ Chorus bei Renault p…






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