Schlüsselposition für den kommerziellen Drohnenbetrieb
Neues Jahr, alte Herausforderungen. Für die globale UAS-Industrie wird 2026 viele wichtige Weichenstellungen mit sich bringen müssen, um den kommerziellen Einsatz unbemannter Flugsysteme weiter in Wirtschaft, Gesellschaft und Militär zu verankern. Eine wichtige Rolle kommt dabei einem Deutschen zu. Denn als Chair der Joint Authorities for Rulemaking on Unmanned Systems kann Dr. Falk Götten in puncto Regulatorik für den Drohnenbetrieb wichtige Impulse setzen.


Die Joint Authorities for Rulemaking on Unmanned Systems (JARUS) sind ein internationales Expertengremium, das eine wichtige Rolle bei der Etablierung eines weltweit vereinheitlichten Regelwerks für den sicheren UAS-Betrieb spielt. Die von den JARUS-Gremien entwickelten Empfehlungen für technische und betriebliche Anforderungen dienen als gemeinsame Referenz für nationale Vorschriften und Richtlinien. Eines der bekanntesten Ergebnisse der JARUS-Arbeit ist die SORA-Methodik (Specific Operations Risk Assessment), die als Risikobewertungsverfahren in Europa und vielen anderen Teilen der Welt Anwendung findet.
Ende des vergangenen Jahres wählten Vertreterinnen und Vertreter aus insgesamt 73 Mitgliedsorganisationen Dr. Falk Götten, Sachgebietsleiter „Betriebsgenehmigungen/LUC“ im Referat B 5 (Unbemannte Luftfahrtssysteme) des Luftfahrt-Bundesamtes, zum neuen JARUS-Vorsitzenden. Er tritt die Nachfolge des Italieners Giovanni Di Antonio (Italien) an. Der Director Technological Innovation bei der italienischen Zivilluftfahrtbehörde ENAC (Ente Nazionale per l’Aviazione Civile) hatte das Amt mehr als vier Jahre bekleidet. Ebenfalls neu besetzt wurde die Position des stellvertretenden Vorsitzenden. Roberto Honorato von der nationalen Zivilluftfahrtagentur Brasiliens (ANAC, Agência Nacional de Aviação Civil) löste Catalin Radu (Kasachstan) ab.