Forschungskatamaran Nova: Testplattform für autonome Binnenschiffe
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    Der Mangel an Fachkräften sowie immer extremere Wetterereignisse stellen die Binnenschifffahrt vor große Herausforderungen. Gleichzeitig wächst die Notwendigkeit, den Verkehrsweg Wasser stärker in den Güterverkehr einzubeziehen. Ob elektrisch betriebene, unbemannt operierende Boote an dieser Stelle neue Impulse setzen können, erproben Teams der Universität Duisburg-Essen und des Entwicklungszentrums für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST) mit Hilfe des Forschungskatamarans Nova.

    Rhein und Ruhr sind stark frequentierte Wasserwege, und in Duisburg liegt der größte Binnenhafen der Welt. Ein optimales Revier, um neue Technologien zu entwickeln und unter Realbedingungen zu erproben. Das lange Forschungsschiff NOVA dient dabei als Versuchsträger für zwei wichtige Zukunftstechnologien: klimafreundliche Antriebssysteme und automatisierte Fahrfunktionen.

    Die Auslegung als Katamaran hat dabei eine ganze Reihe an Vorteilen. Zum einen kann Nova trotz einer Länge von 15 Metern mit einem „Sportbootführerschein Binnen“ betrieben werden. Zudem ist der Tiefgang sehr niedrig und die beiden Rümpfe bieten viel Platz für Sensorik und Testvorrichtungen.

    Umfelderkennung

    Mit Blick auf eine unbemannte Zukunft liegt der Fokus in den praktischen Versuchsfahrten darauf, dass das Schiff selbstständig einer vorgegebenen Route folgt, seine Position stabil hält und die Umgebung zuverlässig wahrnimmt. Dazu zählen die Erkennung anderer Verkehrsteilnehmer, das sichere Manövrieren im Verkehr sowie automatisierte Abläufe wie An- und Ablegen oder auch das Ein- und Ausfahren aus Schleusen. 





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