Lastentaxi

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Wenn es um den Einsatz von Drohnentechnologie im Bereich Warenlieferung geht, dann stehen zunächst vor allem die großen Versandhändler und Logistikkonzerne im Blickpunkt. Und damit die Vorstellung, kleine und damit leichte (Einzel-)Bestellungen per Drohne auszuliefern. Doch natürlich sind auch größere Lasten zu bewegen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt arbeitet seit 2016 am Projekt ALAADy (Automated Low Altitude Air Delivery). Dabei sollen Möglichkeiten von bemannten und unbemannten Lufttransporten in geringen Flughöhen erforscht werden. Ein Teil des Projekts ist die Entwicklung des so genannten ALAADy-Demonstrators, einer Tragschrauber-Drohne, mit der beispielsweise humanitäre Hilfsgüter oder dringend benötigte Ersatzteile befördert werden können. "Wir entwickeln und erproben im Programm Luftfahrtforschung des DLR einen Demonstrator für den unbemannten Frachttransport und eröffnen damit die Perspektive, Lasten von bis zu 200 Kilogramm auf Distanzen bis zu 500 Kilometern im bodennahen Luftraum zu befördern", wird DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke in einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt zitiert. "Unterhalb des regulären Luftverkehrs ermöglicht das Konzept einen flexiblen Betrieb auf regionalen Strecken abseits besiedelter Gebiete."

Im Juli hat das DLR erfolgreiche Flugversuche am Flughafen Cochstedt mit dem unbemannten Fracht-Tragschrauber durchgeführt. Dabei hat das Entwicklerteam die Drohne zunächst manuell per Funkverbindung gesteuert, wie es auch bei Modellflugzeugen üblich ist. So konnten alle Sicherheitsmaßnahmen im praktischen Flug erprobt, alle Systemkomponenten getestet und die Flugtüchtigkeit der neu entwickelten Transportdrohne nachgewiesen werden.

Foto: DLR

12. August 2019