Australische Streitkräfte nutzen CorvoX von SYPAQ Systems

In den Dienst gestellt

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    UAS gehören zunehmend zur militärischen Standardausstattung. Mit dem sogenannten „DEF129 Uncrewed Aerial System Program“ hat das australische Verteidigungsministerium daher im Jahr 2024 ein zentralisiertes Beschaffungsvorhaben auf den Weg gebracht, um die Nutzung von Drohnensystemen über alle Waffengattungen hinweg zu intensivieren und zu vereinheitlichen. Mittlerweile werden die ersten im Rahmen des Programms bestellten Drohnen in Dienst gestellt. Zum Beispiel die CorvoX von SYPAQ Systems.

    SYPAQ Systems ist ein Engineering- und Systemintegrationsdienstleister, der seine Produkte und Services insbesondere für sicherheitskritische Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt sowie im Verteidigungswesen anbietet. In den vergangenen Jahren hat sich das Unternehmen mit Hauptsitz in Melbourne auch in puncto unbemannte Systeme einen Namen gemacht und zuletzt – neben Quantum Systems – einen Auftrag des australischen Verteidigungsministeriums zur Ausstattung von Bodentruppen mit leichten Aufklärungsdrohnen erhalten. 

    Neuartige Speicherstruktur

    Anfang 2026 wurden die ersten bestellten Drohnen des Typs CorvoX nun ausgeliefert und konnten bei ersten Erprobungen in Puckapunyal, einem Ausbildungszentrum der australischen Armee im Bundesstaat Victoria, überzeugen. Die CorvoX ist eine VTOL-fähige, 82 Zentimeter breite Flächendrohne, die über eine schubvektorbasierte Antriebs- und Steuerungstechnik verfügt. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde soll das 2 Kilogramm leichte UAS nach Herstellerangaben Windgeschwindigkeiten von mehr als 50 Stundenkilometern aushalten können. Die CorvoX kann etwa 50 Minuten in der Luft bleiben und ist sowohl für Hand- als auch für Bodenstarts geeignet. Zudem verfügt die Drohne über eine neuartige Speicherstruktur, die das Abfließen sensibler Informationen während der Mission verhindern soll. Gleichzeitig können die integrierten KI-Funktionen kontinuierlich aktualisiert werden, wie SYPAQ Systems betont.

    Die integrierte Wärmebildkamera Boson von Teledyne Flir soll auch bei Nacht und Nebel bestmögliche Lageaufklärung ermöglichen

    Um die Anforderungen militärischer Einsatzkräfte im Bereich der Datenerfassung und Bildgebung zu erfüllen, hat sich das australische Unternehmen am „Thermal by FLIR“-Programm beteiligt. Dabei handelt es sich um eine Entwicklungs- und Marketinginitiative von Teledyne FLIR OEM, einem der weltweit führenden Hersteller von Wärmebildkameras. Auf diese Weise gelang es, eine IR-Kamera des Typs Boson mit einer Auflösung von 640 x 512 optimal in die Systemarchitektur der Aufklärungsdrohne zu integrieren.

    AUKUS-Kooperation

    Die Boson ist mit einem elektrooptischen (EO)-Sensor kombiniert und in ein zweiachsiges mechanisches System mit fortschrittlichen Stabilisierungsalgorithmen integriert, das Funktionen wie Geo-Locking, Objekterkennung und Verfolgung beweglicher Ziele ermöglicht. So sind auch bei Dunkelheit, Nebel oder in dichtem Rauch Aufklärungs- und Überwachungsmissionen möglich. „Die Integration von Boson in unsere CorvoX-Plattform zeigt beispielhaft, wie strategische Kooperationen zwischen den AUKUS-Staaten – also Australien, dem Vereinigten Königreich und den USA – die Entwicklung und Bereitstellung fortschrittlicher Technologien für Einsatzkräfte beschleunigen können“, unterstreicht Amanda Holt, CEO und Managing Director von SYPAQ Systems.


    Fotos: Teledyne Flir






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