

Eine „feuerfeste Drohne“ kann Rettern und Verunglückten gleichermaßen helfen. Aber wie lassen sich Materialwissenschaft und Robotik so verschmelzen, dass ein lebensrettendes Werkzeug entsteht? Und welche Hürden müssen auf dem Weg zu einem serienreifen Produkt noch überwunden werden? Im Interview erläutert FireDrone-Mitgründer Dr. Fabian Wiesemüller, wie aus seiner Vision Wirklichkeit werden soll, dass kein Feuerwehrmann mehr ohne digitale Vorhut in ein brennendes Gebäude muss.
Drones: Wie entstand die Idee zur Entwicklung der FireDrone?
Fabian Wiesemüller: Das Ganze hat eigentlich mit dem Grenfell-Tower-Feuer in London angefangen, bei dem über 70 Personen ums Leben kamen. Das Problem war, dass
man kein Tool hatte, um in dieses brennende Gebäude vorzurücken beziehungsweise überhaupt Personen zu lokalisieren, die noch vom Feuer eingeschlossen waren. Unser Professor, der Leiter des Labors ist, aus dem nun das FireDrone-Projekt hervorgegangen ist, war damals Professor am Imperial College in London und wurde gefragt, ob er ein Tool hätte, um bei einem so schwierigen Einsatz zu unterstützen. So entstand die Idee.
Welche typischen Einsatzszenarien ergeben sich für die FireDrone?
Zum einen natürlich bei Feuerwehren; das ist der Hauptgrund, warum es das Projekt gibt: Ein Tool zu haben, das in rauchgefüllte oder heiße Räume hineinfliegen kann. Außerdem ist die Drohne für Industrieinspektionen interessant. Insbesondere dort, wo Hochtemperaturanlagen zum Einsatz kommen: Stahlwerke, Zementwerke, Müllverbrennung, Öl und Gas, Glaswerke oder zum Beispiel die Düngerherstellung. Überall dort gibt es Tanks oder Öfen, die für eine Inspektion sehr lange abgekühlt werden müssen, bis sie bei …