Wenn das nötige Startkapital fehlt, sind sowohl die Existenzgründung als auch das Wachstum eines jungen Unternehmens nicht realisierbar. Dabei handelt es sich oftmals gar nicht um extrem hohe Summen, die benötigt werden. Wer bis zu 200.000 Euro an Finanzierungsbedarf hat, kann von der jüngsten StartGeld-Überarbeitung der Kreditanstalt für Wiederaufbau profitieren. Denn seit Dezember 2025 haben mehr Gründerinnen und Gründer die Möglichkeit, das Programm zu nutzen.


Förderdarlehen sind eine gute Möglichkeit zur Finanzierung von Gründung und Wachstum. Denn gegenüber klassischen Hausbankdarlehen sind sie oft zinsgünstiger. Zudem hilft der Förderauftrag der öffentlichen Geldgeber oft, den Kreditzugang zu erleichtern. So hat ein gewinnversprechendes Vorhaben auch dann eine Chance auf Realisierung, wenn die Eigenkapital-Möglichkeiten oder die zu stellenden Kreditsicherheiten unter den Erwartungen der Bank liegen.
Gründen, kaufen oder wachsen
Eines der interessantesten Instrumente ist der „ERP-Gründerkredit – StartGeld“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Geschichte dieses Förderkredites reicht weit zurück. Das ERP steht für „European Recovery Program“, also Europäisches Wiederaufbauprogramm, und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus Mitteln des Marshallplans aufgebaut. Bis heute hilft es Neugründungen auf die Sprünge – mit günstigen Zinsen, bis zu zwei Jahren Tilgungsfreiheit und einer Übernahme von 80 Prozent des Risikos durch die KfW. Zum 01. Dezember 2025 wurde der maximal mögliche Betrag von 125.000 auf 200.000 Euro erhöht, was die Attraktivität weiter steigert.
