Gutes und vor allem erfolgreiches Marketing ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt keine „One size fits all“-Lösungen, Werbestrategie und Angebotspräsentation müssen sowohl zum Produkt als auch zum Unternehmen passen. Insbesondere dann, wenn es sich um eine völlig neue Technologie handelt. Hier müssen Marketingstrategien differenzierter, faktenbasierter und stärker an realen Entscheidungsprozessen ausgerichtet sein, als es bei etablierten Produkten der Fall ist. Das gilt auch für die unbemannte Luftfahrt.


Während sich viele technologiegetriebene Branchen einzig durch kurze Innovationszyklen, emotionale Markenführung und schnelle Kaufentscheidungen definieren, ist die Realität in der bemannten wie in der unbemannten Luftfahrt deutlich komplexer. Komplexe Zertifizierungsprozesse, hohe Investitionsvolumina und vergleichsweise starre Beschaffungsstrukturen prägen den Markt. Diese Rahmenbedingungen betreffen natürlich in erster Linie die traditionelle Luftfahrt. Doch auch wenn die Drone-Economy letztlich eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt, sind die Parallelen zur bemannten Fliegerei evident. Gleichzeitig wachsen zivile Luftfahrt, Advanced Air Mobility und kommerzielle UAS-Anwendungen zunehmend zusammen.
Entscheidungsprozesse
Mit Blick auf das Marketing liegen die zentralen Unterschiede zwischen bemannter und unbemannter Luftfahrt weniger in der Technologie als im Entscheidungsprozess. In der bemannten Luftfahrt erfolgen Kaufentscheidungen meist innerhalb klar definierter, über Jahre gewachsener Strukturen. Private Fluggesellschaften, staatliche oder militärische Organisationen verteilen die Entscheidungsbefugnisse auf Technik, Betrieb, Instandhaltung, Finanzen und Management. Beschaffungen dauern oft Jahre und sind geprägt von Risikominimierung, Lebenszyklusbetrachtungen und regulatorischer Stabilität.

Wer nachhaltig erfolgreiche Beziehungen aufbauen möchte, sollte im Marketing auf klare und nachprüfbare Botsch…