Europäisches Verkehrswesen

EU-Strategie: Drohnen für die nachhaltige Mobilität

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Vor fast auf den Tag genau einem Jahr stellte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Pläne für den „Green Deal“ vor. Das Ziel: Europa soll bis 2050 ein klimaneutraler Kontinent werden. Eine Grundvoraussetzung dafür wird es sein, die Verkehrswende zum Erfolg zu führen. In einem am vergangenen Mittwoch präsentierten Strategiepapier zum Umbau des europäischen Verkehrswesens wird auch die Rolle von Drohnen für die nachhaltige Mobilität definiert.

Wie so vieles in der von Frans Timmermans, als Vizepräsident der EU-Kommission verantwortlich für den „Green Deal“, und Verkehrskommissarin Adina Vălean vorgestellten „EU-Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität“ bleibt aber auch das, was der EU-Kommission mit Blick auf die unbemannte Luftfahrt vorschwebt, weitgehend im Ungefähren. Konkrete Maßnahmen und Umsetzungspläne sucht man vergebens, bei den 82 Einzelvorhaben handelt es sich eher um Leitlinien und allgemeine Zielsetzungen.

Emissionsfreie Technologien

„Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen die Emissionen aus dem Verkehrssektor deutlich nach unten tendieren“, erklärte Frans Timmermans. „Die Strategie wird die Art und Weise verändern, wie sich Menschen und Güter in ganz Europa bewegen und es einfach machen, verschiedene Verkehrsträger auf einer einzigen Reise zu kombinieren.” Im Bereich der multimodalen Logistik soll neben einer Verlagerung des Warenverkehrs von der Straße auf die Schiene sowie der nachhaltigen Nutzung von Wasserstraßen auch verstärkt auf bereits verfügbare emissionsfreie Technologien gesetzt werden – so wie beispielsweise Drohnen.

„Wir müssen den Unternehmen einen stabilen Rahmen für die umweltfreundlichen Investitionen bieten, die sie in den kommenden Jahrzehnten tätigen müssen“, sagte EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean. „Durch die Umsetzung dieser Strategie werden wir ein effizienteres und widerstandsfähigeres Verkehrssystem schaffen, das auf einem stabilen Weg ist, die Emissionen im Einklang mit unseren europäischen Green Deal-Zielen zu reduzieren.” In dem mit Spannung erwarteten Papier äußert die Kommission die Überzeugung, dass ein technologie- und innovationsfreundliches Klima in Europa wesentlich dafür ist, Zukunftstechnologien wie die kommerzielle Drohnennutzung voranzutreiben und deren volles Potential zu nutzen.

„Drone Strategy 2.0“

Man bekenne sich, so heißt es in der „EU-Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität“, zur Nutzung von unbemannten Flugzeugen sowie Drohnen für die nachhaltige Mobilität von Gütern und Personen und wolle die regulatorischen Rahmenbedingungen – beispielsweise für den U-space – weiter vorantreiben. Die Kommission werde daher eine „Drohnenstrategie 2.0“ verabschieden, in der mögliche Wege für die weitere Entwicklung dieser Technologie und ihres regulatorischen und wirtschaftlichen Umfelds dargelegt werden. Konkrete Angaben, was die „Drone Strategy  2.0“ beinhalten wird oder wann diese vorgelegt werden soll, finden sich jedoch nicht in dem Konzeptpapier.

Foto: finecki/stock.adobe.com