Entwicklung eines autonomiefähigen Rettungsfluggeräts
Das Potenzial von Drohnen im Rettungswesen ist mit dem Transport von Medikamenten, Blutkonserven oder Defibrillatoren noch lange nicht ausgeschöpft. Wie in der Zukunft mit einem autonomiefähigen Rettungsfluggerät Patientinnen und Patienten sowie Ersthelferinnen und Ersthelfer befördert werden können, ist Gegenstand der internationalen GoAERO-Challenge. Ganz vorne dabei unter den 200 teilnehmenden Teams aus aller Welt: die studentische Initiative Horyzn von der TU München.


Ziel der GoAERO-Mission ist es, lebensrettende Luftfahrtsysteme zu entwickeln, die sowohl in Katastrophengebieten, städtischen Umgebungen und entlegenen Regionen eingesetzt werden können. Der Wettbewerb ist in drei Phasen unterteilt: Nach der Erarbeitung eines technischen Konzepts galt es im zweiten Abschnitt, einen auf 35 Prozent des finalen Flugsystems skalierten Prototypen zu entwickeln. Wie Ende 2025 bekannt wurde, zählte das Team Horyzn zu den insgesamt acht teilnehmenden Teams, die als Gewinner von Phase 2 ausgezeichnet wurden. Bereits Phase 1 hatte die studentische Initiative der TU München als eines der damals elf Siegerteams abgeschlossen.
Mit Konzept und 1:3-Prototyp ihres „Isar Falke“ getauften Oktokopters ist Horyzn das einzige deutsche Team und eines von nur zwei europäischen Teams, die die beiden ersten Phasen gewonnen haben. In der nun anstehenden Phase 3 geht es darum, einen vollskalierten „Isar Falke“ mit einer Tragfähigkeit von über 80 Kilogramm zu bauen. Nach eigenen Angaben wäre dies die größte Drohne, die bislang von Studierenden in Europa gebaut wurde. Das Finale der GoAERO-Challenge findet im Februar 2027 im NASA Ames Research Center in San Francisco statt.
Abbildung: GoAERO