Humanitäre Mission

DLR-Projekt ALAADy soll in Dominikanischer Republik getestet werden

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Nicht nur in der Industrie, für Filmemacher oder zur Freizeitgestaltung bieten Drohnen nahezu unendliche Einsatzmöglichkeiten. Auch für humanitäre Hilfsmissionen eröffnen sich dank moderner Drohnentechnologie ganz neue Optionen. So arbeitet beispielsweise das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Kooperation mit dem niederländischen Unternehmen Wings for Aid und dem World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen an neuen Hilfsszenarien, um in Katastrophenfällen unbemannte Flugsysteme einsetzen zu können.

In unübersichtlichen Krisenszenarien und zur Versorgung von der Außenwelt abgeschnittener Gebiete bieten Drohnen enorme Potenziale für schnelle und effiziente Hilfe. So setzte beispielsweise der Telekommunikations-Konzern AT&T im Herbst 2017 erstmalig seine Flying COW ein, nachdem Hurrikan Maria große Teile von Puerto Rico schwer verwüstet hatte. Dabei handelt es sich um eine mobile LTE-Drohne, die als Relais-Station fungierte und den Menschen der Region schnell wieder eine provisorische Kommunikationsinfrastruktur lieferte.

Auf Basis der im Rahmen des DLR-internen Projekts ALAADy (Automated Low Altitude Air Delivery) gewonnenen Erkenntnisse sollen nun Ende Juni 2018 realitätsnahe Einsatzszenarien in der Dominikanischen Republik durchgespielt werden, wie Hilfsgüter in unzugängliche Gebiete gelangen können. Dabei kommt der unbemannte Hubschrauber superARTIS (Autonomous Rotorcraft Testbed for Intelligent Systems) zum Einsatz. Die verwendeten Einwegboxen von Wings for Aid sind nicht nur biologisch abbaubar, sie verfügen auch über spezielle Flächen, die beim Abwurf automatisch aufklappen, um den Fall abzubremsen und zu stabilisieren. „Wir wollen vor Ort unter realistischen Bedingungen die Auslieferung von Hilfsgütern mit unserem unbemannten Hubschrauber superARTIS nachstellen und so untersuchen, inwieweit sich die Kombination aus UAS und absetzbaren Einwegboxen in die humanitäre Logistikkette einbinden lässt“, erklärt DLR-Projektleiter Johann Dauer das spannende Vorhaben.

Foto: DLR


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