DJI baut Drohnen für Komatsu

Der japanische Konzern Komatsu ist der zweitgrößte Baumaschinenhersteller der Welt. Doch es sind nicht nur die leistungsstarken Maschinen, mit denen das Unternehmen punkten kann. Vielmehr sind es die Ansätze zur Steigerung der Effizienz von Baustellen unter Zuhilfenahme von Hightech. Die Smart Construction-Division von Komatsu widmet sich dieser Thematik und hat nun eine große Menge Drohnen gekauft.

Der japanische Konzern Komatsu ist der zweitgrößte Baumaschinenhersteller der Welt. Doch es sind nicht nur die leistungsstarken Maschinen, mit denen das Unternehmen punkten kann. Vielmehr sind es die Ansätze zur Steigerung der Effizienz von Baustellen unter Zuhilfenahme von Hightech. Die Smart Construction-Division von Komatsu widmet sich dieser Thematik und hat nun eine große Menge Drohnen gekauft.

Die vernetzte Baustelle ist das Ziel des japanischen Baumaschinenherstellers Komatsu. Smarte Bau­maschinen sind mit einem zentralen Steuersystem verbunden und arbeiten sich anhand von präzisem, von Drohnen aus der Luft erstelltem, Kartenmateri­al halbautomatisch voran. Der Erdboden wird zenti­metergenau abgetragen, die Dauer eines Einsatzes kann minutengenau berechnet werden. Für Komatsu bedeutet die Forschung an dieser intelligenten Baustellensteuerung – von der Vermessung über die Ausführung bis hin zur Fertigstellung – eine spannende Erweiterung des eigenen Portfolios.

Die Aufgabe der Vermessung, Kartierung und Fort­schrittsüberwachung übernehmen bei Komatsu Smart Construction Drohnen. Genauer gesagt han­delt es sich um Kopter die von DJI in Zusammen­arbeit mit dem Dienstleister Skycatch entwickelt wurden. Die Explore1-Drohnen sind in der Lage autonom über Baustellen-Arealen zu fliegen, um hochpräzise 3D-Standortkarten und -modelle zu erstellen. Diese Kartendaten werden für den neuen Datendienst von Komatsu Smart Construction verwendet, der es den smarten Erdbewegungsma­schinen am Boden ermöglicht, autonom zu graben und zu planieren.

Die Explore1 basiert auf DJIs anpassbarer Matrice 100-Enterprise-Drohnenplattform. Sie ist Teil von Skycatchs High Precision Package und wird zusammen mit der Edge1, einer RTK-Basisstation ausgeliefert. Letztere ist dazu in der Lage, die aufgenommenen Bilder unabhängig von Wireless-Konnektivität lokal in präzise 3D-Model­le umzuwandeln. Explore1 und Edge1 ermöglichen es Komatsu zukünftig schnell und einfach präzise Karten und Punktwolken zu erstellen, kostspielige Fehler auf der Baustelle zu erkennen und Planverzögerungen vorherzusagen. Dieses effiziente System verfügt über ein großes Einsparpotenzial. „Durch die Implementierung von Explore1 können nun schnell und unkompliziert Vermessungen durchgeführt werden“, erklärt Chikashi Shike, Executive Officer der Smart Construction-Division bei Komatsu. „Nun ist es möglich, jeden Tag Drohnenaufnahmen durchzuführen. Start, Landung und Flugrouten sind automatisiert. Ground Control Points werden nicht mehr benötigt. Die 3D-Daten werden sofort generiert und eine komplette Baustelle kann anhand dieser visuell überprüft werden. Der Explore1 markiert einen Meilenstein und einen Wendepunkt für die Bauindustrie.“ Dem stimmt Christian Sanz, CEO von Skycatch, zu: „Durch die Kombination von DJIs Hardware-und Antennen-Knowhow mit der Datenverarbeitungs- und Kundenkompetenz von Skycatch haben wir die leistungsfähigste und umfassendste Lösung für Unternehmenskunden auf der ganzen Welt geschaffen.“


Im Moment betreibt Komatsu einige Forschungsbaustellen, um das Zusammenspiel der Technik zu testen, die schon bald weltweit zum Einsatz kommen soll. Auf den Baustellen der Zukunft übernehmen Menschen mehr und mehr kontrollierende Aufgaben, während die Maschinen (teil)autonom ihre Aufgaben erfüllen. Die DJI/ Skycatch-Drohnen übernehmen dabei eine wichtige, unerlässliche Aufgabe und sind in der Lage Daten zu liefern, aus denen sich wichtige Parameter berechnen lassen.

Chikashi Shike erklärt gegenüber dem Handels­blatt, dass bei der Kalkulation des abzutragen­den Bodens auf einer Baustelle der Vergleich einer Drohnen-gestützten Messung und der eines Ingenieursteams am Boden eine Differenz von 3.600 Kubikmetern zutage förderte, was laut Shike der Kapazität von rund 600 Kipplas­tern entspräche. Während das Ingenieurteam während der Explorationsphase auf wenige Datenpunkte zurückgreifen konnte, sammel­te die Drohne 15 Millionen während eines viertelstündigen Fluges.

Komatsu geht davon aus, mit dem Angebot vollautonomer und smart vernetzter Baumaschinen mit einem Rundumservice aus einer Hand bei seinen Kunden punkten und auf diese Weise seine Stellung auf dem Weltmarkt ausbauen zu können.