Nachgefragt bei Nelli Wegner, Absolventin der DroneMasters Academy

Begeisterung für Drohnen

Mit unterschiedlichen Workshop-Formaten möchten die Macher der DroneMasters Academy Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen Zugang zum spannenden Thema „Drohne“ und den damit verbundenen Möglichkeiten und Anwendungsfeldern ermöglichen. Auch in diesem Sommer werden wieder in verschiedenen Städten entsprechende Angebote gemacht. (Lese-Tipp: DroneMasters in Berlin feiern Jubiläum) Ein Konzept, das bei Nelli Wegner aus Berlin, das lässt sich ohne Übertreibung festhalten, perfekt funktioniert hat. Die 15-Jährige ist derzeit fast so etwas wie eine Art „Vorzeigeabsolventin“. Denn ihre Begeisterung für Drohnen hielt weit über den Flug-Workshop hinaus. Mit Unterstützung der Academy-Verantwortlichen baute sie als Jahresarbeit an der Waldorfschule Berlin einen funktionsfähigen Volocopter im Modellmaßstab nach. Und will künftig selber anderen Jugendlichen die Faszination für unbemannte Flugsysteme näher bringen – insbesondere Mädchen. Ganz nebenbei ist sie derzeit sogar als Referentin gefragt, um die Geschichte ihres Volocopter-Projekts auf Messen und Veranstaltungen zu erzählen. Und auch bei Volocopter ist man auf Nelli aufmerksam geworden. Was man in Bruchsal von ihrem Modell hält? Drones fragt nach.

Von

Drones: Mit Deinem Modell-Projekt hast Du in der Drone-Economy ja durchaus für ein wenig Aufsehen gesorgt: Hat sich eigentlich schon jemand von Volocopter aus Bruchsal bei Dir gemeldet? 

Nelli Wegner: Ja, tatsächlich haben die Volocopter-Macher sich gemeldet, das Projekt sogar für kurze Zeit auf ihrem Instagram Kanal gepostet und Glück für die damals bevorstehende TINCON-Aufnahme gewünscht. Außerdem wurden wir dazu eingeladen, nach Bruchsal in den Volocopter-Hauptsitz zu Besuch zu kommen. Bisher haben wir von ihnen also nur positive Reaktionen bekommen, was uns sehr freut und die Einladung nach Bruchsal ist mehr ist als wir gehofft hatten. Natürlich wäre all das ohne meine tollen Mentoren nie möglich gewesen.

Alles begann auf der Re:Publica 2019, wo Du Dich in einen ausgestellten Volocopter setzen konntest. Was hat Dich so daran fasziniert, dass Du diesen für Dein Schulprojekt als Modell nachbauen wolltest?

Ich fand die Vorstellung faszinierend, dass wir in ein paar Jahren in so etwas über die Stadt schweben könnten. Auch die Größe, die viele Technik und das Design, das ein wenig an manche Vorstellung der Zukunft erinnert, beeindruckten mich. Ich wollte in meiner Jahresarbeit zeigen, wie ein Teil unserer Zukunft aussehen könnte und wusste sofort: Ich will einen Volocopter nachbauen.

Was haben Deine Mitschüler und Lehrer gesagt, als Du Deine sicher außergewöhnliche Jahresarbeit vorgestellt hast?

Nun, es gab viele außergewöhnliche Jahresarbeiten, aber ich glaube meine Mitschüler und Lehrer fanden meine ziemlich spannend. Ich hab viele positive Kommentare bekommen und es wurden auch viele interessierte Fragen gestellt. Ich konnte die Jahresarbeit so präsentieren, wie ich es wollte, womit ich nach wie vor sehr glücklich bin. In meinem Zeugnis hatte ich eine gute Bewertung, also waren zumindest auch die Lehrer sehr zufrieden.

Du hast ja bereits Deine Mentoren erwähnt, von denen Du wertvolle Hilfe erhalten hast. Wie kam der Kontakt zu den Machern der DroneMasters Academy eigentlich zustande – und wie lange habt Ihr zusammen an dem Volocopter-Modell gearbeitet?

Kennengelernt habe ich die DroneMasters im Herbst 2019, als ich einen Drohnen-Flugkurs gemacht und so meine Mentoren Branko und Philipp kennengelernt habe. Nach den Herbstferien 2019 haben wir dann mit dem Bau des Volocopter angefangen, im Mai 2020 war die Präsentation in der Schule und jetzt, im Frühjahr 2021, hatten wir unseren Jungfernflug. Was aber noch nicht heißt, das wir fertig sind. Allerdings mussten wir zwischendurch wegen Corona auch eine relativ lange Baupause machen.

Aktuell willst Du Dich selbst als Academy-Coach ausbilden lassen und Deine Erfahrungen an andere Jugendliche weitergeben. Warum eigentlich?

Einerseits möchte ich gerne weiter mit den DroneMasters zusammenarbeiten. Und andererseits haben mich das Projekt, die Drohnen, der Bau, einfach alles so begeistert, dass ich das gerne an andere weitergeben möchte. In der Hoffnung, dass sie diese Freude auch entwickeln können. Speziell Mädchen will ich dazu animieren, sich für dieses Thema zu begeistern, da man auch in den Academy-Kursen im Moment fast nur Jungen antrifft.



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